Julia Barth

Wissenskörper

Drei Weisheits­traditionen.

Mein Unterricht setzt sich aus den drei Traditionslinien Yoga nach Patanjali, Tantra und Ayurveda zusammen. Hier ein kleiner Einblick, mit welchen Themen, Ansätzen und Fragen sich die drei Wissenschaften beschäftigen.

Julia Barth meditiert im Schneidersitz vor einer Holzwand

Yoga nach Patanjali

Traditionelles Yoga, das die frühesten Anfänge vor 5.000 Jahren in Indien hatte, versucht Antworten auf die Fragen "Wer bin ich?", "Wohin gehe ich?" und "Was muss ich tun?" zu geben. Einer der großen Yogi ist Patanjali, der den achtgliedrigen Pfad zur inneren Klarheit beschrieb.

Doch unser westliches Leben macht es schwer, sich sofort hinzusetzen und in einen meditativen Zustand zu kommen. Dafür braucht es Asanas (körperliche Praxis), Savasana (Entspannung), Pranayama (Atemkontrolle) und erst dann kann das Zurückziehen der Sinne beginnen.

Yoga bedeutet übersetzt Einheit. Es steht für die Einheit aus Körper, Geist und Seele. Auf körperlicher Ebene ist Yoga ein Instrument, um ganzheitliche Gesundheit und Wohlbefinden zu schaffen. Auf geistiger und spiritueller Ebene ist Yoga der Weg zur Erkenntnis.

Tantra

Tantra sieht jeden Aspekt des Lebens als Möglichkeit des Wachsens. Der tantrische Weg bedeutet, das Erkennen der Wahrheit in ihrer Schönheit aufgrund von Hindernissen im Leben. Es gibt keine Bewertung, sondern ein Annehmen des Lebens in all seinen Facetten.

Tantra sagt: Wer seine Energie ändert, verändert sein Leben. Durch Asanas, der Verbindung zum Körper, Pranayama, der Verbindung zum Geist, und Meditation, der Verbindung zur Seele, kann die Energie beeinflusst werden — mit dem Ziel, ein bewussteres und erfüllteres Leben zu führen.

Ayurveda

Ayurveda bedeutet übersetzt: Wissenschaft eines ausgeglichenen Lebens. Es geht darum, dass Körper, Geist und Seele in Balance sind. Im Ayurveda bedeutet Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch das Bewusstsein, mit sich selbst und seinem Umfeld im Einklang zu leben.

Ayurveda gibt Anhaltspunkte, um kreativer in der Yogapraxis zu sein. Denn genauso wie die Veränderung des Lebens täglich stattfindet, verändert sich auch die Yogapraxis. Je nachdem, was aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann man mithilfe von Yoga ausgleichen.

Drei Konstitutionstypen — Vata, Pitta, Kapha

Hierzu ist es vor allem interessant, den eigenen Konstitutionstypen zu kennen. Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Konstitution der drei Doshas (übersetzt: das, was aus dem Gleichgewicht geraten kann) Vata, Pitta und Kapha. Diese setzen sich aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum zusammen.

Theorie wird Praxis.

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